Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es
Quelle: www.QualiMedic.de
Die Therapie der Rückenschmerzen zielt in erster Linie darauf ab, die Schmerzen zu lindern. Oberstes Gebot ist dabei die Wiederaufnahme von Bewegung. Ruhe lindert die meisten Rückenschmerzen nicht, sondern verstärkt sie.
Deshalb sollte langfristig eine Verhaltensänderung erfolgen. Als Therapiemaßnahme ist Bettruhe daher nicht geeignet. Sie ist nicht nur unwirksam, sondern verstärkt Beschwerden noch zusätzlich! Regelmäßige Bewegung als Ausgleich zu einseitigen Tätigkeiten ist notwendig, damit das muskuläre Gleichgewicht erhalten bzw. wiederhergestellt wird.
Bei akuten Schmerzen kann Wärme beispielsweise in Form von Wärmepackungen oder ein Saunabesuch die Schmerzen lindern. Massagen lockern das verspannte Gewebe, ersetzen aber nicht die aktive Bewegung. In Kombination mit aktiver Physiotherapie, bei der Übungen speziell für die Rückenmuskulatur erlernt werden, ist Massage am sinnvollsten.
Rückenschulen sind speziell auf die Rückenschmerzen verursachenden Mechanismen ausgelegt. Spezielle Behandlungsmethoden, wie beispielsweise die Manuelle Therapie, können einzelne Gelenke der Wirbelsäule beweglicher machen, Blockierungen lösen und dadurch den akuten Schmerz lindern.
Schmerzlindernde Medikamente können anfänglich eingenommen oder verabreicht werden. Dabei darf der Schmerz jedoch nicht betäubt und die Fehlbelastung fortgesetzt werden. Schmerz ist immer ein Warnsignal des Körpers. Auf lange Sicht kann nur eine Änderung der Gewohnheiten die Rückenschmerzen verhindern!
Akupunktur kann als ergänzende Therapiemaßnahme in Abstimmung mit dem Betroffenen eingesetzt werden. Operationen sind bei Rückenschmerzen nur in Ausnahmefällen, z.B. bei einem Bandscheibenvorfall mit Ausfallerscheinungen, einem Tumor oder einem Bruch notwendig.
Rückenschmerzen vorzubeugen ist sinnvoller, als sie zu behandeln. Gesetzliche Krankenkassen sind dazu verpflichtet, Vorsorgeprogramme für ihre Mitglieder anzubieten.